Grundrecht auf Wasser ist gestärkt

29.07.2010 | Soziale Arbeit | Nachrichten

"Brot für die Welt" begrüßt Entscheidung der UNO

"Brot für die Welt" begrüßt die Annahme der Resolution zum Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen. "Erfreulich sind aus unserer Sicht vor allem zwei Dinge an der Resolution", so Michael Windfuhr, Leiter des Team Menschenrechte bei "Brot für die Welt". "Zunächst, dass kein Land gegen die Resolution gestimmt hat, denn dadurch werden die Rechte gestärkt, und zweitens, dass das Recht auf sanitäre Grundversorgung enthalten ist, das bislang selten im Fokus der Vereinten Nationen stand". Das evangelische Hilfswerk setzt sich seit Jahren für eine verbesserte Anerkennung des Rechts auf Wasser und sanitäre Grundversorgung ein. Die Vereinten Nationen hatten gestern in New York das Recht auf sauberes Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Die Uno-Vollversammlung verabschiedete eine entsprechende von Bolivien vorgelegte und von 33 anderen Staaten unterstützte Resolution mit 122 zu null Stimmen. Allerdings enthielten sich 41 Länder der Stimme, darunter die Vereinigten Staaten und einige andere westliche Länder. Zustimmung kam unter anderem aus Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Norwegen. In der Resolution äußerte sich die Vollversammlung besorgt darüber, dass geschätzte 884 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Mehr als 2,6 Milliarden haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Der Anspruch auf sauberes Wasser ist völkerrechtlich nicht verbindlich.

Quelle: Pressemitteilung von "Brot für die Welt" vom 29.07.2010
http://www.brot-fuer-die-welt.de