Freiwillige Verlängerung des Zivildienstes - Malteser begrüßen Einigung der Koalition

18.05.2010 | Sozialpolitik | Nachrichten

Der Geschäftsführende Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Johannes Freiherr Heereman, in einer ersten Stellungnahme

Köln. Die Einigung der Koalition zur freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes wird von den Maltesern begrüßt. „Die Möglichkeit, den Zivildienst freiwillig um drei bis sechs Monate zu verlängern, ist wichtig. Wir hoffen, dass viele junge Männer von der Möglichkeit Gebrauch machen werden“, sagt der Geschäftsführende Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Johannes Freiherr Heereman, in einer ersten Stellungnahme. Der Wehr- und Zivildienst soll künftig auf sechs Monate verkürzt werden. Darauf hatten sich CDU/CSU und FDP im Koalitionsvertrag geeinigt. Die Malteser hatten daraufhin gefordert, dass Zivildienstleistende ihren Dienst freiwillig verlängern können. Die Dauer der fachgerechten Schulung steht nach Ansicht der Malteser in einer sechsmonatigen Dienstzeit nicht mehr im Verhältnis zur tatsächlich geleisteten Hilfe. Auch das Lernen sozialer Kompetenzen komme dadurch zu kurz. Bei den Maltesern sind derzeit rund 1.200 Zivildienstleistende engagiert – vor allem um Menschen mit Behinderungen zu fahren oder Älteren und Kranken eine warme Mahlzeit zu bringen. „Viele Zivildienstleistende kommen während ihrer Dienstzeit auf den Geschmack und engagieren sich auch weiterhin für die sozialen Belange unserer Gesellschaft“, so Heereman. Diese Bereitschaft müsse gefördert werden. Die Kosten für den verlängerten Einsatz soll der Bund tragen. Die Malteser rechnen damit, dass rund 30 Prozent der Männer eines Jahrgangs freiwillig ihren Dienst verlängern. Pressekontakt und weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Pressesprecherin Malteser Hilfsdienst
Telefon 0221/9822-125; Fax 0221/9822-78125
presse@malteser.org; www.malteser.de

Quelle: Pressemitteilung des Malteser Hilfsdienstes vom 18.05.2010
http://www.malteser.de