Aktionstag gegen Unfälle am Ende von Verkehrsstaus

14.09.2007 | Soziale Arbeit

„Wir beobachten die Entwicklung bei den schweren Unfällen am Ende von Verkehrsstaus mit Sorge und werden dieses Problem mit verschiedenen Mitteln angehen.“ Das sagte Staatssekretär Rudolf Köberle am Donnerstag, 13. September 2007 bei einem Aktionstag auf der Tank- und Rastanlage Pforzheim-Ost.

„Wir beobachten die Entwicklung bei den schweren Unfällen am Ende von Verkehrsstaus mit Sorge und werden dieses Problem mit verschiedenen Mitteln angehen.“ Das sagte Staatssekretär Rudolf Köberle am Donnerstag, 13. September 2007 bei einem Aktionstag auf der Tank- und Rastanlage Pforzheim-Ost. Dabei präsentierten Polizei und Straßenbauverwaltung ein umfassendes Paket mit unterschiedlichsten Instrumenten zur Bekämpfung von Verkehrsunfällen am Ende von Staus.

Im Regierungsbezirk Karlsruhe habe die Polizei von Januar bis Mai 2007 240 Verkehrsunfälle an diesen neuralgischen Punkten (im Vergleichszeitraum 2006 waren es 187) registriert. Allein 76 seien von Lkw verursacht worden, die teilweise ungebremst in das Stauende gefahren seien. „Dieser Entwicklung werden wir konsequent entgegentreten, denn diese Unfälle führen oft zu schweren Personen und hohen Sachschäden sowie zu einem enormen volkswirtschaftlichen Schaden durch die entstandenen Verkehrsstaus“, sagte Köberle.

„Wir wollen die Lkw- und Autofahrer gerade auf den bekannten staugefährdeten Strecken, wie der A 8, sensibilisieren, mit neuen Mitteln auf Staugefahren hinweisen und damit Unfälle verhindern“, erklärte Köberle. Neben der intensivierten Abstandsüberwachung durch die Polizei würden neue Brückenbanner auf den staugefährdeten Streckenabschnitten eingesetzt. Außerdem sei künftig der Einsatz von mobilen Stauwarnanlagen geplant, die im Bedarfsfall von der Polizei per Internet aktiviert oder deaktiviert werden und vor Staus warnen könnten. Eine solche Vorrichtung werde bei einem Pilotversuch auf der A 8 an der Langzeitbaustelle Wurmberg - Heimsheim getestet. Für die Zukunft sei angedacht, dass weiterentwickelte Anlagen den Verkehrsfluss automatisch erfassen und bewerten könnten. Liege ein Stau oder zähfließender Verkehr vor, würden sich solche Anlagen automatisch aktivieren und das Warnzeichen „Stau“ aufleuchten. Damit trete kein Gewöhnungseffekt bei den Verkehrsteilnehmern ein.

Zusätzlich zur polizeilichen Verkehrsüberwachung und zu modernen Warnsystemen an den Strecken sei die technische Ausrüstung der Lastkraftwagen sehr wichtig. Die Landesregierung dränge deshalb auf eine gesetzliche Regelung. „Der Ministerrat hat beschlossen, dass Baden-Württemberg im Bundesrat eine Initiative zur Verbesserung der Sicherheitsausstattung von Lkw einbringen wird“, sagte der Staatssekretär. Der Einbau wichtiger Sicherheitssysteme, beispielsweise eines Notbremssystems, das Auffahrunfälle verhindern soll, müsse spätestens bis zum 1.Oktober 2011 für alle Lkw ab 7,5 Tonnen Gesamtgewicht, die in der EU neu zugelassen werden, vorgeschrieben werden.

„Wir haben zahlreiche Bausteine entwickelt, die im Zusammenspiel für mehr Sicherheit auf den Straßen in Baden-Württemberg sorgen werden. Am wichtigsten ist und bleibt aber das vernünftige und rücksichtvolle Miteinander aller Verkehrsteilnehmer“, sagte Köberle.

Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Verkehrssicherheit gibt es im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de oder unter www.polizei-bw.de.

Quelle: Landesportal Baden-Württemberg