"Tausche Bildung für Wohnen" - ein Modell sucht Gründer:innen für 5 Städte
Das Sozialunternehmen "Tausche Bildung für Wohnen" sucht Menschen, die in Berlin, München, Frankfurt am Main, Stuttgart oder Leipzig einen eigenen gemeinnützigen Verein gründen und Kindern einen Lern- und Begegnungsort anbieten.
Wer gesucht wird – und was dort entsteht
Der Aufruf richtet sich an Menschen, die vor Ort Verantwortung übernehmen wollen: Sie gründen einen eigenständigen gemeinnützigen Verein und bauen einen Lern- und Begegnungsort für Kinder auf. Das Besondere: Der Dachverein qualifiziert die Gründer:innen, begleitet die Vereinsgründung und sichert die pädagogischen Standards. Die Verantwortung vor Ort – Finanzierung, Team, Wirkung – liegt beim neuen Verein. Die Aufbauphase beginnt im Frühjahr 2027 und dauert 12 bis 18 Monate (meist neben dem Hauptberuf).
Perspektiven für Bildungspat:innen und benachteiligte Kinder.
Wenn der Ort steht, ziehen junge Erwachsene ein: Als Bildungspat:innen engagieren sie sich im Tausch für ein mietfreies WG-Zimmer, monatliches Taschengeld und eine intensive Qualifizierung für Kinder in strukturell benachteiligten Stadtteilen.
Was 2014 in Duisburg-Marxloh mit einer mutigen – oder vielleicht auch etwas verrückten – Idee und viel Idealismus begann, hat sich inzwischen in mehreren Städten etabliert: Es gibt Standorte in Duisburg-Marxloh, Gelsenkirchen-Ückendorf, Witten-Mitte, Dortmund-Westerfilde und Hamburg-Steilshoop. 2027 kommt Köln dazu. 2028 sollen zwei weitere folgen. Die Idee dahinter: Wo staatliche Strukturen an Grenzen stoßen, sollen zivilgesellschaftliche Initiativen Lücken füllen und Kindern ebenso wie den jungen Erwachsenen, den Bildungspat:innen, neue Perspektiven eröffnen.
Mit Kindern lernen und mietfrei wohnen
Bei den Bildungspatenschaften geht es um weit mehr als bloße Nachhilfe: Es sind Erlebnisse wie gemeinsames Kochen, Gartenarbeit, Musikprojekte oder Ausflüge in Museen, den Zoo, den Wald oder zu Schwimmkursen, die den Kindern ganz neue Horizonte eröffnen. Und auch die jungen Erwachsenen profitieren, wenn sie häufig zum ersten Mal Verantwortung für andere übernehmen.
Quelle: Eine Pressemeldung von "Tausche Bildung gegen Wohnen" vom 23. Oktober 2026.
Links zum Beitrag




