Junge Generation blickt zuversichtlicher auf die Zukunft der Gesellschaft
Gütersloh, 14. Juli 2026. 68 Prozent der Menschen in Deutschland fehlen positive Zukunftsbilder für unsere Gesellschaft. Sie kritisieren, dass politische Entscheidungen heute nur selten langfristigen Ideen folgen (60 Prozent). Hinzu kommt ein verbreiteter Pessimismus: 52 Prozent der Menschen in Deutschland glauben, dass es zukünftigen Generationen in Deutschland schlechter gehen wird als heutigen Generationen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Bertelsmann Stiftung, die die gemeinnützige Institution gemeinsam mit YouGov für die Studie Demokratie braucht Zukunft erhoben hat.
Junge Menschen sind zufriedener mit der Demokratie
Blickt man jedoch auf die junge Generation, zeigt sich ein anderes, ein positiveres Bild: Junge Menschen sind weniger unzufrieden mit der Demokratie und deutlich optimistischer als viele Ältere. Nur ein Drittel (31 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen ist unzufrieden mit dem Funktionieren des politischen Systems, während es unter den 40- bis 49-Jährigen fast die Hälfte ist (44 Prozent). Sie sind vor allem bereit, politische Entscheidungen stärker an den Bedürfnissen zukünftiger Generationen auszurichten.
Brigitte Mohn, Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, erklärte zu den Forschungen zur jungen Generation: „Im Sinne eines fairen Generationenvertrags ist es unsere Aufgabe, jungen Menschen in Deutschland und Europa heute die Rahmenbedingungen und Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen, die sie brauchen – verbunden mit einer klaren, nachhaltigen Zukunftsperspektive. Denn nur wenn junge Menschen früh Verantwortung übernehmen, ihre Ideen einbringen und Selbstwirksamkeit erfahren können, werden sie in den kommenden Jahrzehnten die Weiterentwicklung unserer demokratischen, sozialen und gesellschaftlichen Systeme aktiv mitgestalten. Genau darin wollen wir die junge Generation unterstützen. Wir wollen Zukunft stiften.“
„Größte Treiber der Nachhaltigkeitstransformation“
Andreas Pinkwart, früherer stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und seit dem 1. Juli 2026 im Vorstand der Stiftung, betonte: „Wir sehen deutlich, dass sich junge Menschen für bessere Zukunftsaussichten unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft einsetzen. Und das tun sie nicht nur mit ihrer Unterstützung für die Demokratie, sondern auch besonders bei dem Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft. Die junge Generation gehört zu den größten Treibern der Nachhaltigkeitstransformation, und sie steht hinter dem Modell der Sozialen Marktwirtschaft.“
Ein zentrales Ergebnis des Young Economy Trackers der Bertelsmann Stiftung lautet, dass für junge Menschen Leistungsprinzip und Solidarität zusammengehören. Die 16- bis 25-Jährigen in Deutschland stehen hinter dem Modell der Sozialen Marktwirtschaft: Mit großer Mehrheit sprechen sie sich dafür aus, dass eine gerechte Gesellschaft sowohl Leistung belohnen als auch für gleiche Chancen sorgen muss.
Quelle: Pressemeldung der Bertelsmann Stiftung vom 14. Juli 2026.
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