Internationaler Tag gegen Rassismus: Charta der Vielfalt fordert sichere Strukturen gegen Rassismus im Arbeitsalltag
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März ruft die Charta der Vielfalt Unternehmen dazu auf, Verantwortung im Umgang mit Diskriminierung klar und verbindlich im Arbeitsalltag zu verankern.
„Dass so viele Menschen rassistische Erfahrungen machen, ist ein Alarmzeichen. Für uns als Gesellschaft und die Arbeitswelt. Es fehlt an Strukturen, die Schutz bieten und Vertrauen schaffen", sagt Cawa Younosi, Geschäftsführer der Charta der Vielfalt.
Eine aktuelle Sonderauswertung „Wie Deutschland Diskriminierung erlebt" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt: Rassistische Diskriminierung ist das häufigste Diskriminierungsmerkmal im Arbeitsleben. 38 Prozent der Betroffenen, die dort Diskriminierung erleben, nennen ethnische Herkunft oder rassistische Gründe.
Und auch die aktuelle InRa-Studie der Universität Leipzig (Feb 2026) zeigt die Dringlichkeit: 80 Prozent der muslimischen Befragten erlebten Rassismus in Behörden. Fast jede zweite Person konkret in Jobcentern und Ausländerbehörden.
„Der Umgang mit rassistischen Vorfällen ist ein Stresstest für die Kultur einer Organisation. Entscheidend ist, dass Beschäftigte sehen: Hinweise werden ernst genommen und haben Konsequenzen", so Younosi.
Unterzeichnungsunternehmen der Charta der Vielfalt haben dafür bereits spezifische Strukturen aufgebaut, etwa antirassistische Netzwerke. So zeigen sie, wie Schutz und klare Verfahren im Arbeitsalltag aussehen können.
Quelle: Pressemitteilung der Charta der Vielfalt e.V. vom 17.03.2026
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