Bitte um Beteiligung: Studie zu unerwünschtem Verhalten in der stationären Erziehungshilfe

Die Katholische Hochschule NRW forscht im Rahmen einer deutschlandweiten Fachkräftebefragung zum „Umgang mit unerwünschtem Verhalten in den stationären Erziehungshilfen“ und bittet Fachkräfte um ihre Teilnahme. 

Umgang mit kritischen Verhaltensweisen

Eva Christina Stuckstätte, Professorin an der Katholischen Hochschule NRW, und die Masterstudentinnen Julia Kuhn und Johanna Stein haben das Forschungsprojekt ins Leben gerufen (gefördert durch die katho NRW). Im Rahmen des Projektes gehen sie den Fragen nach, mit welchen Formen unerwünschten Verhaltens Fachkräfte im pädagogischen Gruppenalltag konfrontiert werden und wie sie mit diesen Verhaltensweisen umgehen. Ebenso werden ausgewählte Rahmenbedingungen erfasst, unter denen die Fachkräfte derzeit arbeiten. Grundsätzlich geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.

„Erziehungshilfen unter Druck“ 

"Die Erziehungshilfen stehen aktuell unter großem Entwicklungsdruck (fachlich und politisch). Umso wichtiger ist es, zukünftige Entscheidungen besonnen und auf Grundlage zuverlässiger Daten zu treffen. Mit der Unterstützung unserer Studie können Sie hierzu einen wichtigen Beitrag leisten", so Eva Christina Stuckstätte.  

Die Studie baut auf diversen Forschungen zum Thema auf und ist als Nachfolgestudie der Erhebung von Günder et. al. aus dem Jahr 2009 zum Thema „Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten in der Stationären Erziehungshilfe“ in aktualisierter und erweiterter Form zu verstehen. 

Zu den Rahmenbedingungen:  

  • Wer kann teilnehmen? Alle pädagogischen Fachkräfte, die im Gruppendienst der stationären Erziehungshilfen (§ 34 SGB VIII) tätig sind.  
  • Wie lange dauert die Teilnahme? Die Bearbeitung des Online-Fragebogens dauert 15-20 Minuten und bleibt vollständig anonym.  
  • Bis wann? Sie können im Zeitraum vom 07. September bis zum 04. Oktober 2026 teilnehmen. 

Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist im Laufe des Jahres 2027 zu erwarten. 


Quelle: Eine Pressemeldung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalens vom 11. September 2026.