Zielvereinbarung "Behinderte Menschen und Polizei - Vertrauen, Transparenz und Sicherheit"

03.06.2010 | Behindertenhilfe | Nachrichten

Rheinland-Pfälzische Polizei wird zukünftig für die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen geschult

"Mit der heute unterzeichneten Zielvereinbarung 'Behinderte Menschen und Polizei' wird in Rheinland-Pfalz die Teilhabe behinderter Menschen am Gesellschaftsleben gefördert und die Handlungssicherheit im Umgang von Polizeikräften und behinderten Menschen verbessert.“ Das unterstrichen Sozialministerin Malu Dreyer und der Staatssekretär im Innenministerium, Roger Lewentz, in Mainz. In Zukunft wird die Polizei in Rheinland-Pfalz für die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen geschult. "Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass behinderte Menschen selbstbestimmt und gleichberechtigt mitten in der Gesellschaft leben können. Mit der Zielvereinbarung und dem damit verbundenen Aktionsplan wollen wir nicht nur die Sicherheit behinderter Menschen verbessern, sondern auch den Umgang zwischen behinderten Menschen und der Polizei durch Aufklärungsmaßnahmen erleichtern“, erklärte Sozialministerin Malu Dreyer. "Aus Gesprächen mit Betroffenen wissen wir, dass es hier immer wieder zu Problemen aufgrund von Missverständnissen und mangelnder Information kommt. Das greifen wir mit der Zielvereinbarung und den damit verbundenen Maßnahmen auf“, so die Ministerin. Für Staatssekretär Roger Lewentz ist klar, dass mit der Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft auch ihre Kontakte mit der Polizei zunehmen werden. "Hierfür wollen wir unsere Polizeikräfte bereits in der Aus- und Fortbildung sensibilisieren. Hör- oder Sehbehinderungen, aber auch psychische Beeinträchtigungen sind für Polizistinnen und Polizisten nicht auf Anhieb zu erkennen, so dass es dabei leicht zu Problemen im Umgang kommen kann“, so Roger Lewentz. Behinderte Menschen sollen durch vielfältige Aktivitäten unter anderem dabei beraten werden, wie man sich sicherer im Verkehr verhalten, sich vor Einbrüchen besser schützen und in Gefahrensituationen besser reagieren kann. Die Zielvereinbarung "Behinderte Menschen und Polizei - Vertrauen, Transparenz und Sicherheit" unterzeichneten Ministerin Malu Dreyer, Staatssekretär Roger Lewentz, der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Ottmar Miles-Paul, und der Vorsitzende der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt,  im Sozialministerium.

Quelle: Pressemeldung der Landesregierung Rheinland-Pfalz vom 02.06.2010
http://www.rlp.de/einzelansicht/archive/2010/june/article/beduerfnisse-erkennen-sicherheit-verbessern/