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Vergütungsstudie 2016: Neue Erkenntnisse über den Verdienst des Top-Managements

Was verdienen Führungskräfte in der Sozialwirtschaft? Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der Vergütung und wie setzen sich die Vergütungsbestandteile zusammen? Wie müssen monetäre und nicht monetäre Anreizmodelle jetzt und in der Zukunft gestaltet sein? Reichen moderne Vergütungsmodelle alleine aus, um ausreichend Führungskräfte zu gewinnen?

Mit dem erstmaligen Fokus auf dem Top-Management der Sozialwirtschaft liefert die aktuelle contec Vergütungsstudie umfangreichen Aufschluss darüber, was Führungskräfte erwarten und wie man sie über attraktive Anreizsysteme gewinnen und an sich binden kann.

Bereits zum siebten Mal hat die contec zusammen mit Frau Prof. Dr. Gabriele Moos, Leiterin des Studiengangs Gesundheits- und Sozialwirtschaft am RheinAhrCampus in Remagen, die Vergütungsstudie für die Sozialwirtschaft durchgeführt, wobei in diesem Jahr der Schwerpunkt auf der Ebene des Top-Managements lag – Vorstände, Geschäftsführungen, Prokuristinnen und Prokuristen sowie Gesellschafterinnen und Gesellschafter im eigenen Unternehmen. Mit über 900 Teilnehmenden ist dies die bislang größte Studie. Die Ergebnisse bieten interessanten Aufschluss nicht nur über die Höhe, sondern auch über die Zusammensetzung der Vergütungsbestandteile von Top-Führungskräften in der Sozialwirtschaft.

Branchenvergleich bringt Lücken ans Licht

Von den über 900 Teilnehmenden gehörte ein Großteil den Positionen des Vorstandes oder der Geschäftsführung an, was einen detaillierten Vergleich auf diesen beiden Ebenen ermöglicht. Bei genauerem Hinsehen wird eins deutlich: Die verschiedenen Branchen der Sozialwirtschaft vergüten sehr unterschiedlich. Mit einem durchschnittlichen Bruttogesamtgehalt von ca. 200.000 Euro stehen Vorstände von Kliniken und Krankenhäusern im Vergleich zur klassischen Sozialwirtschaft deutlich besser da. So liegen Vorstände aus der Altenhilfe beispielsweise mit einem Bruttogesamtgehalt von durchschnittlich 113.000 Euro deutlich darunter.

Einflüsse auf Vergütungshöhe: Umsatzvolumen, Zusatzfunktionen und immer noch das Geschlecht

Die Studie hat unter vielen neuen Erkenntnissen auch Ergebnisse an den Tag gebracht, die weniger überraschen. So steigt das Gehalt einer Führungskraft gleichermaßen mit dem Umsatzvolumen des Unternehmens: Je höher das zu verantwortende Budget und die Mitarbeiterverantwortung, desto höher auch die Vergütung. Darüber hinaus können sich Zusatzfunktionen, die im Unternehmen ausgeübt werden, positiv auf die Höhe des Gehaltes auswirken. Ein weiterer Einflussfaktor auf die Höhe der Vergütung bleibt weiterhin das Geschlecht. Zwar war die Anzahl an Teilnehmerinnen deutlich geringer als die von männlichen Teilnehmern, allerdings lag das Gehalt beispielsweise der Geschäftsführerinnen mit durchschnittlich 112.000 Euro im Vergleich zu den männlichen Kollegen unter deren Einkommen mit durchschnittlich 120.000 Euro.

Arbeitsplatzzufriedenheit: Variable Vergütungsbestandteile und nicht monetäre Aspekte

Neben der reinen Vergütungshöhe hat die Studie auch andere Faktoren untersucht, die einen Einfluss auf die Arbeitsplatzzufriedenheit haben können. Sowohl variable Vergütungsbestandteile und Zusatzleistungen als auch nicht monetäre Aspekte können demnach die Arbeitgeberattraktivität steigern. Während variable Vergütungen in Erfolgs- oder Leistungsentgeltsystemen nur bei knapp zehn Prozent der teilnehmenden Führungskräfte ein Bestandteil des Gehaltes darstellen, gaben immerhin 25 Prozent der Teilnehmenden an, Zusatzleistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge, die Übernahme von Fortbildungskosten oder einen Dienstwagen zu erhalten. Zudem wurde in der Studie auch erhoben, welche immateriellen Faktoren Gründe für einen potentiellen Arbeitgeberwechsel darstellen können. Dabei wurde den Gestaltungsmöglichkeiten, der eigenen Personalentwicklung und einer flexiblen Arbeitszeitreglung die größte Bedeutung zugemessen.

Ergebnisbericht jetzt erhältlich

Die Vergütungsstudie 2016 kann bei der contec erworben werden. Der Ergebnisbericht liegt als ausführliche Version sowie als Executive Summary vor, die jeweils einzeln oder aber im vergünstigen Paket erhältlich sind.

Autoren: Dr. Thomas Müller, Geschäftsführer contec GmbH, thomas.mueller@contec.de Prof. Dr. Gabriele Moos, Leiterin des Studiengangs Gesundheits- und Sozialwirtschaft, RheinAhrCampus, moos@rheinahrcampus.de

Aktuelle Rezension

Buchcover

Klaus-Peter Hufer: Argumentations­training gegen Stammtischparolen. Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.) 2016. 10. Auflage. 117 Seiten. ISBN 978-3-87920-054-2.
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