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Tipps für Sicherheit im Urlaub

26.07.2007 | Soziale Arbeit

Die schönsten Wochen des Jahres unbeschwert zu genießen, ist der wohl größte Wunsch aller Reisenden. Doch gerade unbekümmerte und sorglose Stimmung birgt Gefahren.

Die schönsten Wochen des Jahres unbeschwert zu genießen, ist der wohl größte Wunsch aller Reisenden. Doch gerade unbekümmerte und sorglose Stimmung birgt Gefahren. Wie das Innenministerium am Mittwoch, 25. Juli 2007, in Stuttgart mitteilte, würden Kriminelle Arglosigkeit und Leichtsinn der Urlauber für ihre Zwecke ausnutzen, denn Kriminelle machen keine Ferien.

Die schönsten Tage im Jahr könnten leicht zum Albtraum werden, beispielsweise, wenn die Reisekasse, das Gepäck oder das ganze Auto plötzlich fehlten oder nach der Heimkehr die Wohnung aufgebrochen und geplündert sei. Um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen, sollte der Urlaub gut vorbereitet werden. Schon durch Beachten einfacher Verhaltensregeln und mit Wachsamkeit ließen sich schlechte Erfahrungen mit Dieben vermeiden.

Vor der Abreise
  • Verschließen und sichern Sie alle Fenster und Türen.
  • Räumen Sie Aufstiegshilfen wie Gartenmöbel oder Leitern weg.
  • Ziehen Sie die Stecker von elektrischen Geräten aus der Dose, um einem Brand vorzubeugen.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn und hinterlegen Sie Ihre Erreichbarkeit.
  • Ihre Wohnung beziehungsweise Ihr Haus sollte einen möglichst bewohnten Eindruck hinterlassen. Vermeiden Sie deshalb alles, was Ihre Abwesenheit verrät. Bitten Sie jemanden, den Briefkasten zu leeren und Rollläden tagsüber hochzuziehen. Bestellen Sie die Zeitung während Ihrer Abwesenheit ab und vermeiden Sie unbedingt Texte auf Anrufbeantwortern, die offenbaren, dass und wie lange Sie verreist sind.
  • Falsche Beladung kann zu Verkehrsunfällen führen. Gegenstände, die nicht richtig gesichert sind, beispielsweise lose im Fahrzeug oder auf der Hutablage liegen, können bei Unfällen oder Bremsmanövern zu tödlichen Geschossen werden. Hier helfen Gepäckgitter oder -netze.
  • Zulässige Gewichte sowie Dach- und Anhängelasten des Fahrzeuges sind unbedingt zu beachten. Dies gilt insbesondere für Wohnwagen, damit sie nicht ins Schleudern geraten oder „verloren“ gehen.
  • Legen Sie immer den Sicherheitsgurt an und achten Sie darauf, dass auch die Kinder richtig gesichert sind.

Während der Reise

  • Bei einem Unfall sollten Sie erst sich und andere in Sicherheit bringen. Dies gilt auch bei Reifenpannen oder anderen technischen Problemen am Fahrzeug. Halten Sie sich zu Ihrem Schutz an folgende Regeln: Nicht auf die Autobahn laufen, Unfallstelle absichern, erst nach Verletzten erkundigen, dann telefonieren. Nach Unfällen oder Pannen sollten Sie grundsätzlich eine Warnweste tragen, um besser gesehen zu werden. In Italien, Österreich, Spanien und Portugal sind Warnwesten vorgeschrieben.
  • Problematisch können auch Nachtfahrten sein. Zwar kann dadurch Stau oft vermieden werden, aber nach einem langen Arbeitstag ist der Sekundenschlaf vorprogrammiert. Legen Sie zudem regelmäßig eine Pause nach zwei - spätestens drei - Stunden ein, um der Ermüdung vorzubeugen.
  • Diebe machen keinen Urlaub, sie haben besonders in Urlaubszeiten Hochkonjunktur. Für sie signalisieren voll beladene Autos an Tank- und Raststätten rasche Beute. Schon die kürzeste Abwesenheit der Urlauber vom Fahrzeug genügt Langfingern für einen schellen Zugriff. Diebe machen allerdings auch vor besetzten Fahrzeugen nicht halt. Ablenkungsmanöver wie vorgetäuschte Hilfsbedürftigkeit lassen Reisende unaufmerksam werden. Es folgt der schnelle Griff ins Fahrzeuginnere, die Wegnahme von Taschen, Kameras und anderer Wertgegenstände oder gar der Diebstahl des Fahrzeugs. Ziehen Sie deshalb den Zündschlüssel immer ab, damit die Wegfahrsperre aktiviert wird und das Lenkradschloss einrastet. Wenn sie das Fahrzeug verlassen, schließen Sie Fenster, Türen, Kofferraum und Schiebedach immer ab. Dies gilt auch für den Tankdeckel, damit Diebe nicht zum „Nulltarif“ tanken können. Denken Sie daran, ihr Auto ist kein Tresor. Lassen Sie nie Wertsachen in Ihrem Fahrzeug.
  • Ersatzschlüssel, Wertgegenstände, Bargeld, Schecks sowie Ausweispapiere sollten niemals am oder im Fahrzeug versteckt werden. Diese „Verstecke“ kennen Diebe. Tragen Sie Papiere und Wertgegenstände in Innentaschen der Kleidung oder in Brustbeuteln bei sich.
  • Trampen ist gefährlich. Nutzen Sie die Angebote von Mitfahrzentralen oder öffentliche Verkehrsmittel.

Am Urlaubsort

  • Wo viele Menschen sind, haben Taschendiebe Hochsaison. Deshalb sollte am Urlaubsort nur das notwendigste an Bargeld, EC- und Kreditkarten mitgenommen werden. Am sichersten sind die Wertgegenstände im Hotelsafe untergebracht. Die mitgenommenen Gegenstände sollten am Körper verteilt, in Gürteltaschen oder in anderen sicheren Behältnissen mitgeführt werden. Hand- und Umhängetaschen sollten stets verschlossen sein und mit der Verschlussseite immer zum Körper getragen werden.
  • Skrupellosen Betrüger nutzen die Ferienlaune und die Unwissenheit von Urlaubern gezielt aus. Kalkulieren Sie die Risiken vor dem Kauf vermeintlich lukrativer Ferienimmobilien. Dies gilt vor allem für Time-Sharing-Angebote. Generell gilt, dass sich Schnäppchenkäufe zu Hause oft als wertloser Ramsch entpuppen.
  • Lassen Sie sich nicht durch vermeintlich in Notlage geratene Landsleute täuschen, zumeist wird Ihre Hilfsbereitschaft schamlos ausgenützt.

Weitere Informationen

Weitere Tipps und Informationen finden Sie unter den Adressen www.polizei-beratung.de oder www.gib-acht-im-verkehr.de.

Informationen zur Kriminalitätsvorbeugung sowie zu weiteren sicherungstechnischen Maßnahmen sind außerdem bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen zu erhalten.

Informationsangebote erhalten Sie zudem bei den Automobilclubs oder dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V.


Quelle: Landesportal Baden-Württemberg

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Heidrun Kiessl: Systemische Ansätze in der Heilpädagogik. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2019. 170 Seiten. ISBN 978-3-17-033064-1.
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