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Neben dem Beruf studieren: Der neue Master „Psychosoziale Beratung in Sozialer Arbeit (M.A.)

Der Studiendekan der DIPLOMA Hochschule, Dr. phil. Jan V. Wirth, Dipl.-Sozialarbeiter und -pädagoge (FH), im Interview.

Herr Dr. Wirth, warum gibt es den neuen Master-Studiengang „Psychosoziale Beratung in Sozialer Arbeit (M.A.)"?Jan V. Wirth privat
Wirth: Der gesellschaftliche Wandel erfordert von immer mehr Menschen, Familien und Unternehmen eine immer höhere Beweglichkeit. Zugleich wird die Orientierung in diesen Problem- und Lebenslagen schwieriger. Zunehmend mehr Personen brauchen in diesen Veränderungen Orientierungshilfen und beraterische Unterstützung. Der gesellschaftliche Bedarf an psychosozialer Beratung steigt deshalb beständig in unserer Gesellschaft, die auch als Beratungsgesellschaft bezeichnet wird.

Was lernen die Studierenden?

Wirth: Die Studierenden lernen praxisorientiert und intensiv Beratung- und Gesprächsführungsansätze, Beratungsabläufe und diverse Beratungsformen kennen. Sie wissen, wie psychosoziale Konzepte und Methoden angewendet werden und können diese eigenständig weiterentwickeln. Der Schwerpunkt des Studiums liegt im systemischen Herangehen, wie etwa der systemischen Beratung, Gesprächsführung und der damit verbundenen Arbeitshaltung als Fachkraft oder als Leitung wie etwa in einer Kindertagesstätte.

Und danach?

Ein Masterabschluss ist Gold wert, wenn Sie mehr möchten. Mit unserem Master-Abschluss können Sie – bei Vorliegen der anderen Voraussetzungen – die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie beginnen, in den höheren Dienst des öffentlichen Dienstes aufsteigen und auch promovieren und dadurch sich eine akademische Karriere eröffnen. Und auch meine persönliche Erfahrung aus zahlreichen Gesprächen ist, das Kolleginnen und Kollegen bereits heute vielerorts gesucht werden, die in psychosozialen Drucksituationen den Durchblick behalten Wichtig dabei ist die herausfordernde Kommunikationen wertschätzend, auftragsbezogen und ergebnisorientiert gestalten zu können. Der Bedarf an Beratungs-ExpertInnen auch mit Leitungsfähigkeiten wird durch das anhaltende Wachstum im sozialen Bereich sogar noch weiter ansteigen.

Warum empfehlen Sie ein Fernstudium?

Ein großer Vorteil des Fernstudiums ist die hohe Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium. Sie bilden sich unabhängiger von Raum und Ort weiter. Und wenn es mal klemmt. Sie können ohne weitere Kosten die Regelstudienzeit des Fernstudiums von fünf auf bis zu neun Semestern verlängern. Studierende belegen entweder die raumunabhängigen rein virtuellen Online-Vorlesungen oder reale Präsenzveranstaltungen in Hamburg, Leipzig bzw. München. Beide Studienformen finden jeweils an 12 bis 14 Samstagen pro Semester statt.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Zulassung?

Sie benötigen für das Masterstudium „Psychosoziale Beratung in Sozialer Arbeit (M.A.)" einen Bachelor-/Diplom-Abschluss in Soziale Arbeit, Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder Soziologie im Umfang von 180 Credit Points mit einer Note mit mindestens befriedigend. Auch andere Studiengänge wie Pädagogik, Soziologie, Medizinalfachberufe, Gesundheits- und Sozialmanagement, Beratung oder Psychologie werden anerkannt, vorausgesetzt sie haben die Soziale Arbeit und ihre Randbereiche berührt und weisen sozialwissenschaftliche Anteile auf. Unser Beratungsteam oder ich helfen Ihnen bei Fragen dabei gern weiter.

Das Interview führte Dr. Carsten Kolbe-Weber. 

Infobox

 

Aktuelle Rezension

Buchcover

Oliver König, Karl Schattenhofer: Einführung in die Fallbesprechung und Fallsupervision. Carl Auer Verlag GmbH (Heidelberg) 2017. 128 Seiten. ISBN 978-3-8497-0182-6.
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