Lebenshilfe begrüßt Gesetzentwurf zur Ablehnung der PID

09.02.2011 | Behindertenhilfe | Nachrichten

Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen fordern umfassendes gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik

Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen haben am 08.02.2011 gemeinsam einen Gesetzentwurf vorgelegt, der ein umfassendes gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik vorsieht. Die Initiatoren, darunter die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Günter Krings und Johannes Singhammer (CDU/CSU), Pascal Kober (FDP), die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Katrin Göring-Eckhardt (Grüne) und Kathrin Vogler (DIE LINKE), stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, wollen damit Menschen mit Behinderung vor gesellschaftlicher Diskriminierung schützen. Die Lebenshilfe begrüßt diesen Gesetzentwurf. Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe: „Mit einem Gesetz in dieser Fassung könnte verhindert werden, dass das medizinische Optimierungsstreben immer weiter um sich greift und Menschen mit Erkrankungen und Behinderungen stigmatisiert werden.“ Die Lebenshilfe unterstreicht zudem die Bedenken der Initiatoren des Gesetzentwurfs, dass internationale Erfahrungen gezeigt hätten, dass eine Begrenzung auf besonders schwere Fälle nicht möglich ist.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. vom 08.02.2011
http://www.lebenshilfe.de