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Kompetent und erstklassig ausgebildet: Pflegeeinrichtungen setzen auf Pflegekräfte aus Südamerika

Der Fachkräftemangel in der Pflege erfordert von Personalverantwortlichen im Pflegebereich Kreativität und den Mut, auch neue Wege zu beschreiten. Einer könnte sein, sich in Südamerika auf die Suche nach geeignetem Personal zu machen. Unterstützung bietet die TTA Personal GmbH.

Deutschland leidet seit einigen Jahren unter einem Fachkräfteengpass, der in manchen Branchen bereits deutlich zu spüren ist. In mehreren Bundesländern können vakante Stellen nicht mehr besetzt werden, weil Personal mit einer entsprechenden Ausbildung fehlt. Die medizinischen Berufe und der Pflegebereich sind davon gleich doppelt betroffen: Kommt es in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Ambulanzen zu einem akuten Mangel an qualifizierten Fachkräften, könnte sich das negativ auf die derzeit noch hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten auswirken. Es ist daher ein deklariertes Ziel der Bundesregierung, im Rahmen ihrer Fachkräftestrategie gezielte Maßnahmen gegen ein solches Szenario zu entwickeln: Neben der Qualifizierung von Arbeitslosen und der Zuwanderung aus EU-Staaten soll als „dritte Säule” dieser Strategie der Zuzug von hochqualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland gefördert und die dazu notwendigen behördlichen Abläufe vereinfacht werden.

Für den Pflegebereich bedeutet das konkret, dass Personalverantwortliche in Krankenhäusern und Pflegeheimen nun auch Pflegekräfte aus dem EU-Ausland einstellen dürfen, ohne dafür einen hohen administrativen Aufwand in Kauf nehmen zu müssen. Das liegt unter anderem daran, dass die Ausbildungswege zur Pflegefachkraft in den südamerikanischen Ländern Peru, Venezuela, Kolumbien und Chile sowie in Mexiko durchwegs mit jenen in Europa zu vergleichen sind. Eine Anerkennung der jeweiligen Diplome ist daher in so gut wie allen Fällen möglich.

Viele deutsche Pflegeeinrichtungen beschäftigen mittlerweile – nicht zuletzt aufgrund der erwähnten administrativen Vereinfachungen und des guten Ausbildungsniveaus – sehr gerne Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen aus Mittel- und Südamerika. Doch wie sieht die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in in den genannten Ländern in der Praxis aus? Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungen und Abschlüsse in den einzelnen Staaten:

Pflegekräfte aus Südamerika: Universitäre Ausbildung ist Standard  

Das Berufsbild „Pflegefachkraft” ist in den meisten Ländern Mittel- und Südamerikas vollständig akademisiert. Durch die Ausbildung auf universitärem Niveau sowie durch die nahezu identischen Inhalte der Studienpläne ist eine Vergleichbarkeit mit deutschen Bildungsabschlüssen gegeben. So sind die Studiengänge in Kolumbien, Venezuela, Peru und Mexiko mit der deutschen Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in de facto gleichgesetzt. Sie dauern sogar ein bis zwei Jahre länger und schließen mit den akademischen Abschlüssen „licenciatura en enfermería” beziehungsweise „ técnico en enfermería” ab. Diese Ausbildungen entsprechen der Anerkennungsklasse A4, sie werden nach individueller Prüfung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Kultusminister-Konferenz anerkannt.

Inhaltlich werden im Studium alle Lernfelder und Differenzierungsbereiche der Krankenpflege abgedeckt, teilweise ist das Stundenausmaß sogar höher als im deutschen Studium der Pflegewissenschaften. Neben Grund- und Behandlungspflege zählen Intensivpflege, Dialyse, Rehabilitation, Assistenz im OP und Intensivpflege zu den zentralen Ausbildungsinhalten. Die südamerikanischen Curricula der Gesundheits- und Pflegewissenschaften sind interdisziplinär angelegt, es wird großer Wert auf eine Verknüpfung von Theorie, Praxis und wissenschaftlichem Arbeiten gelegt. Eine Spezialisierung erfolgt durch die Absolvierung von Wahlpflichtfächern in Verbindung mit Praktika.

Ausreichende Sprachkenntnisse sind neben einer anerkannten Ausbildung selbstverständlich eine weitere Voraussetzung für eine Tätigkeit im Pflegebereich in Deutschland. Ausländische Pflegekräfte, die in Deutschland tätig werden möchten, müssen für eine vollständige Anerkennung Sprachkenntnisse auf dem Kompetenzlevel B2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen mitbringen. Südamerikanische Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen, die im Rahmen eines Personalvermittlungsprogrammes nach Europa kommen, besitzen durch die intensive Vorbereitungsphase im Heimatland bereits gute Sprachkenntnisse, gewöhnlich auf den Sprachkompetenzstufen A2 bis B2. 

Hohes Kompetenzniveau und hohe Anerkennungsrate

Durch das vier bis fünf Jahre dauernde Studium der Pflegewissenschaften und die zahlreichen Praktika erreichen südamerikanische Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen schon vor dem eigentlichen Berufseintritt ein sehr hohes Kompetenzniveau. Der durch das Studium erworbene Berufstitel „enfermero/enfermera profesional” führt bei Bewerberinnen und Bewerbern mit Diplomen aus Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Chile und Peru in 80% aller Fälle zu einer Anerkennung in Deutschland. Das liegt natürlich auch an der im Rahmen der Personalvermittlung durchgeführten qualifizierenden Vorbereitung auf die Berufstätigkeit im Ausland.

Krankenpfleger und Krankenschwestern aus dem Ausland verfügen meist über eine sehr hohe Motivation. Das liegt keineswegs nur an der besseren Bezahlung in Europa – gerade für Berufsanfänger und -anfängerinnen spielen Faktoren wie der Erwerb neuer Kompetenzen und internationaler Erfahrung, der Wissensaustausch mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Ländern und nicht zuletzt kulturelle Aspekte eine entscheidende Rolle für Ihre Wahl. Der vermittelnden Einrichtung kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Sie sollte neben der sprachlichen und eventueller zusätzlicher fachlicher Qualifizierung der Bewerber und Bewerberinnen auch für eine bestmögliche Integration in das neue Umfeld sorgen.

Das gelingt mit zielgerichteten Programmen, in denen die zukünftigen Jobkandidaten und -kandidatinnen in Kleingruppen auf das Leben und den beruflichen Alltag in Deutschland vorbereitet werden. Vorteil dieser intensiven Vorbereitungsphase ist, dass an einer Auslandsvermittlung Interessierte sich schon vor ihrer Abreise nach Deutschland kennenlernen und miteinander in Kontakt bleiben können. Nach der Ankunft erleichtert der Kontakt mit Spanisch sprechenden Kollegen und Kolleginnen aus dem gleichen Kulturraum die Eingewöhnung in das neue Arbeitsumfeld. Dennoch sollten Arbeitgeber und Personalvermittler gleichermaßen darauf achten, dass aktive Angebote zur Integration zur Verfügung stehen. Unterstützende Angebote können sehr vielfältig sein: Von der Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei der Eröffnung eines Bankkontos über die positive Aufnahme durch die deutschen Kollegen und Kolleginnen bis zu eigens organisierten Kursen zur Erweiterung der deutschen Sprachkenntnisse – all dies wirkt integrationsfördernd und wird gewöhnlich gerne angenommen. 

Vermittlung von Pflegekräften durch spezialisierte Personalvermittlung

Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen aus Südamerika einzustellen sollte für Personalverantwortliche in Pflegeheimen und Krankenhäusern jedenfalls als interessante Option in Betracht gezogen werden: Die Abdeckung von Personalengpässen wird auch zukünftig ein Thema bleiben, und selbst bei einer Erweiterung der Personalsuche auf die gesamte EU lässt sich akuter Personalbedarf oft nicht mehr kurzfristig abdecken. Ein Blick über die Grenzen der Europäischen Union hinaus scheint daher naheliegend. Verantwortliche schrecken aber oft vor dem erhöhten Aufwand zurück beziehungsweise bestehen Unsicherheiten in Bezug auf die geeignete Vorgehensweise.  Das ist auch nicht ganz unberechtigt: Die Rekrutierung von Fachkräften aus dem EU-Ausland gestaltet sich ohne entsprechende Netzwerke und Erfahrungen nicht wirklich einfach. Hinzu kommt die angenommene oder reale sprachliche Hürde, die viele davon abhält, gezielt nach Fachpersonal mit nicht-deutscher Muttersprache zu suchen.

Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, für die Suche die Dienste eines professionellen Personaldienstleisters in Anspruch zu nehmen. Die Vorteile einer auf  Auslandsvermittlung spezialisierten Personalvermittlung liegen auf der Hand: Von der Vorauswahl der Bewerber und Bewerberinnen über den Erwerb von Sprachkenntnissen bis zur Vorbereitung auf den Dienst in Deutschland – alle wichtigen Vorleistungen für die Bewerbung finden im Vorfeld statt und werden vom Vermittler organisiert und gecoacht. Bewerbungsgespräche finden daher mit bereits bestens vorbereiteten Kandidaten und Kandidatinnen statt.

Sie sind Personalverantwortliche/r in einem Pflegeheim oder einer sozialmedizinischen Einrichtung, möchten vakante Stellen dauerhaft besetzen und sind auf der Suche nach bestens qualifiziertem und hoch motiviertem Personal?

Dann informieren Sie sich am besten direkt über die Vorteile, die professionelles Recruiting für Personalsuchende aus dem Pflegebereich bietet! Hier finden Sie einen guten Überblick über Angebote und Leistungen im Bereich der Vermittlung von Pflegekräften.

Aktuelle Rezension

Buchcover

Jana Simon: Unter Druck. S. Fischer Verlag (Frankfurt am Main) 2019. 335 Seiten. ISBN 978-3-10-397389-1.
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