Johannes Stockmeier ist neuer Diakonie-Präsident

10.12.2010 | Sozialmanagement | Menschen

Kassel, (DWEKD) - Johannes Stockmeier ist neuer Präsident des Diakonischen Werkes der EKD. Er tritt die Nachfolge von Klaus-Dieter Kottnik an, der Ende September aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten war. Der 62-jährige Theologe wurde von der Diakonischen Konferenz für eine Übergangszeit von drei Jahren gewählt und soll das Diakonische Werk der EKD bis zur Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst 2012/2013 leiten. Mit Johannes Stockmeier verbindet der Diakonische Rat die Hoffnung, dass die Diakonie in ruhigeres Fahrwasser kommt und sich die Turbulenzen der vergangenen Wochen legen“, erklärte der Vorsitzende des Diakonischen Rates, Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July. Der neue Präsident bringe reichliche Erfahrungen aus seiner Arbeit in der Diakonie Baden mit, um die anstehenden Aufgaben und Prozesse zu bewältigen. Der neue Diakonie-Präsident sieht in seiner Leitungsverantwortung Verlässlichkeit, Vertrauen und Vielfalt. „Diakonie muss für alle, die ihre Arbeit in Anspruch nehmen, vertrauenswürdig sein. Wo die Vielfältigkeit der Angebote und ihre kreative Weiterentwicklung in die Wahrnehmung von Diakonie einmünden, sind wir auf einem guten Weg“, sagt Stockmeier.  Eine große Rolle spiele für ihn die anwaltschaftliche Diakonie. Er bezeichnet das Sozialstaatsangebot als die „Brandwand der Gesellschaft“. „Wer sie, mit welchen Einzelaktionen auch immer, durchlöchert, gefährdet ihre unbedingt notwendige Schutzfunktion.“ Stockmeier ist seit 1998 Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Baden. Seit 2001 ist er Mitglied im Diakonischen Rat und seit 2005 Vorsitzender des Finanzausschusses des Diakonischen Rates. Er studierte in Erlangen und Heidelberg Theologie und wurde 1976 zum Pfarrer ordiniert. Nach dem Vikariat war Stockmeier Pfarrer in Wertheim und Konstanz. Er war zehn Jahre Mitglied der badischen Landessynode und vier Jahres Mitglied des Landeskirchenrates. Seit vielen Jahren ist er im Vorstand der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg. Stockmeier ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 440.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 28.000 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen tätig. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt mehr als eine Million Menschen. Etwa 400.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv. Das Diakonische Werk der EKD beschäftigt rund 400 Mitarbeitende, etwa 300 in Stuttgart und 100 in Berlin. Die Diakonische Konferenz ist die Delegiertenversammlung und das höchste Gremium der Diakonie. Sie wählt den Präsidenten.

Quelle: Pressemitteilung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. vom 09.12.2010
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