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Homeoffice: Knapp ein Viertel aller Betriebe macht´s möglich

Von zu Hause aus zu arbeiten ist für viele Menschen eine Erleichterung. Gerade für Pendler*innen kann Homeoffice einen echten Zugewinn an Lebensqualität bringen. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt allerdings auch, dass viele Beschäftigte gar nicht zu Hause arbeiten möchten.

Die am vergangenen Dienstag veröffentlichten Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des ZEW (Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung) zeigen, dass vor allem in der Privatwirtschaft ein immer größerer Anteil der Arbeitszeit in die Privaträume der Mitarbeiter*innen verlagert wird. So ermöglichen 16% der Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeiter*innen mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche.

Die größere Flexibilität ist allerdings nicht für alle Beschäftigten gewinnbringend: So gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass sie Schwierigkeiten bei der Trennung von Beruf- und Privatleben hätten. Nach eigenen Angaben hat jeder neunte Beschäftigte aus privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten trotz geeigneter Tätigkeit einen unerfüllten Homeoffice-Wunsch. „In der öffentlichen Diskussion wird häufig unterstellt, dass ein Großteil der Beschäftigten zumindest ab und an gerne von zu Hause arbeiten würde. Dabei wird regelmäßig übersehen, dass dies gar nicht zutrifft“, erklären die Autoren der Studie, Dr. Philipp Grunau, Kevin Ruf, Dr. Susanne Steffes und Dr. Stefanie Wolter.

Gar zwei Drittel der Beschäftigten, die nicht von zu Hause aus arbeiten, lehnen diese Möglichkeit grundsätzlich ab. Die wichtigsten Gründe hierfür seien die fehlende Eignung der Tätigkeit, der Wunsch des Vorgesetzten nach Anwesenheit des Beschäftigten und der Wunsch des Beschäftigten nach einer Trennung von Beruf und Privatem.

Beschäftigte nutzen das Angebot übrigens eher stunden- als tageweise: 63 Prozent der Beschäftigten, die Homeoffice nutzen, sind nur stundenweise von zu Hause aus tätig. 22 Prozent gaben an, ausschließlich ganztägig von zu Hause aus zu arbeiten, während 16 Prozent eine Mischung aus beidem ausüben.


Quelle: Mit Informationen des IAB vom 11.6.2019

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Eva Büschi, Stefania Calabrese (Hrsg.): Herausfordernde Verhaltensweisen in der Sozialen Arbeit. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2019. 200 Seiten. ISBN 978-3-17-033816-6.
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