Bundesweite Befragung von Pflegeeinrichtungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

21.11.2013 | Altenhilfe | Umfragen

Online-Erhebung läuft ab 11. November 2013

Wie lassen sich Beruf und Familie in Altenpflegeeinrichtungen vereinbaren? Das will eine Studie herausfinden, die der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) gemeinsam mit dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ und der Universität Kiel durchführt. Im Rahmen einer Online-Befragung, die vom 11. November bis zum 16. Dezember 2013 läuft, werden Einschätzungen und Erfahrungen von Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermittelt: Welchen Stellenwert hat das Thema? Welche Probleme und Herausforderungen gibt es? Wie unterstützen Einrichtungsleitungen ihre Beschäftigten dabei, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen? „Die Ergebnisse möchten wir nutzen, um maßgeschneiderte Angebote für Pflegeeinrichtungen zu entwickeln, die bei diesem Thema aktiv werden wollen“, begründet bpa-Geschäftsführer Bernd Tews sein Engagement. „Wir wollen Pflegeeinrichtungen und -diensten helfen, Fachkräfte zu halten und Berufswiedereinsteiger zu gewinnen. Dabei lassen wir Strategien anderer Branchen und Praxisbeispiele wie optimierte Dienstpläne oder Kinderbetreuung einfließen.“ Der bpa ruft daher seine Mitglieder auf, sich unter www.bwl.uni-kiel.de/familie an der Befragung zu beteiligen. Gemeinsam mit dem vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Bundesfamilienministerium initiierten Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ will der bpa aus den Ergebnissen der Studie konkrete Tipps und Veranstaltungsformate für interessierte Einrichtungen entwickeln. „Aus der Arbeit mit unseren knapp 5.000 Mitgliedsunternehmen wissen wir, dass die Vereinbarkeit für die Personalgewinnung und -bindung von großer Bedeutung ist und dass es hier meist um intelligente und passgenaue Lösungen geht“, sagt Sofie Geisel, Projektleiterin vom Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. Das bundesweit größte Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen, dessen Mitglieder zu rund zehn Prozent aus der Gesundheits- und Pflegewirtschaft kommen, versteht sich als Wissens- und Austauschplattform, die auch branchenspezifische Angebote macht. „Wir möchten dazu beitragen, dass praktische Erfahrungen und Lösungen für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Pflegeeinrichtungen bekannter werden. Denn wir wissen: Vereinbarkeit senkt die Fluktuation und steigert die Motivation.“ Geisel verweist dabei auf zahlreiche Studien, die deutlich machen, dass familienbewusste Personalpolitik Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität spürbar verbessert. Die Ergebnisse werden im Februar 2014 veröffentlicht. Einrichtungen, die konkrete Fragen oder Lösungen zur betrieblichen Umsetzung von Vereinbarkeitsmaßnahmen wie Kinderbetreuung oder Arbeitszeitgestaltung haben, können sich damit gern direkt an das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ unter netzwerkbuero@dihk.de wenden.

Quelle: Pressemitteilung des bpa - Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. vom 08.11.2013
www.bpa.de