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Bereitschaftspolizei informierte sich zum Thema Demenz

Was hat die rheinland-pfälzische Polizei mit dem Thema Demenz zu tun? Immer mehr - das wurde bei der Veranstaltung "Polizeilicher Einsatz mit an Demenz erkrankten Menschen" deutlich, bei der die Bereitschaftspolizei Mainz in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) ihre Mitarbeitenden zum Thema informierte.


In Deutschland leiden zurzeit bereits 1,2 Millionen Männer und Frauen an Demenz, im Jahr 2030 erwarten Experten bereits 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Vor diesem Hinter-grund ist zu erwarten, dass es im Arbeitsalltag der Polizistinnen und Polizisten künftig immer häufiger zu Einsätzen kommen wird, bei denen es um an Demenz erkrankte Menschen geht. Etwa bei der Vermisstensuche oder wenn die Polizei zur Hilfe gerufen wird, weil Menschen hilf- und orientierungslos erscheinen. Die Veranstaltung im Rahmen des rheinland-pfälzischen Gemeinschaftsprojekts "Umgang der Polizei mit an Demenz erkrankten Menschen", das Gesundheitsministerin Malu Dreyer,  Innenminister Karl Peter Bruch, und der LZG-Vorsitzende Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt im Jahr 2008 gestartet haben, stieß auf große Resonanz bei den Angehörigen der Bereit-schaftspolizei. Regina Petri von der LZG informierte über die Krankheit Demenz, Verhal-tensweisen und Reaktionen der Betroffenen sowie Möglichkeiten der Ansprache. Thomas Meyer, Pilot bei der Polizeihubschrauberstaffel, erklärte den Einsatz des Hubschraubers bei der Flächensuche aufgrund einer Vermisstenmeldung und Peter Kiemes vom Polizeipräsi-dium Mainz stellte das Projekt Personenspürhund vor. Über die Erfahrungen im Umgang mit Angehörigen von Vermissten berichtete Dr. Herbert Fischer-Drumm von der Polizei-lichen Seelsorge.  Mit dem Ziel Polizistinnen und Polizisten beim Umgang mit an Demenz erkrankten Personen zu unterstützen, bietet die LZG im ganzen Land Veranstaltungen und Seminare für Polizei-kräfte zum Thema Demenz an. Der Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen hat zu-dem einen festen Platz in der Polizeiausbildung in Rheinland-Pfalz. Bereits 13.000 der speziell für Angehörige der Polizei entwickelten Broschüre "Einsatz mit an Demenz erkrankten Men-schen" wurden an die Polizeidienststellen in Rheinland-Pfalz verteilt. Darüber hinaus gibt die LZG ein Biografieheft mit Datenblatt heraus, in dem Betroffene und Angehörige persönliche Informationen festhalten können, die beim Umgang aber auch in Krisenfällen - etwa bei der Suche nach vermissten demenzkranken Menschen - helfen soll. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter: www.demenz-rlp.de.

Quelle: Presseinfo der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. vom 24.02.2010, V.i.S.d.P. Jupp Arldt, Geschäftsführer LZG

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