21 000 Erziehungsberatungen im Jahr 2006

21.08.2007 | Soziale Arbeit

21 000 Erziehungsberatungen im Jahr 2006 - Sechs- bis unter Zwölfjährige Hauptzielgruppe

Die Zahl der abgeschlossenen Erziehungsberatungen in Hessen lag im Jahr 2006 um fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes fanden im vergangenen Jahr in den Erziehungsberatungsstellen knapp 21 000 Beratungen statt. Gegenüber 1991, dem Jahr der Einführung der Statistik, bedeutet dies allerdings immer noch eine Zunahme um 80 Prozent. Auch die Beratungsquote (Beratungen je 1000 junger Menschen gleichen Alters) stieg in diesem Zeitraum von sieben auf nunmehr zwölf.

In den einzelnen Altersgruppen sind die Beratungsquoten unterschiedlich hoch. Den höchsten Beratungsbedarf hatten 2006 die Sechs- bis unter Zwölfjährigen mit 41 Prozent aller Fälle und einer Beratungsquote von 24. Es folgten die Zwölf- bis unter 18-Jährigen mit knapp 33 Prozent (Beratungsquote: 18). Kinder unter sechs Jahren stellten gut 18 Prozent (Beratungsquote: zwölf) und Volljährige (18 bis unter 27 Jahre) acht Prozent (Beratungsquote: drei) der Beratungen. Im Durchschnitt dauerten Erziehungsberatungen sieben Monate. Rund 57 Prozent der Fälle betrafen Jungen und 43 Prozent Mädchen.

Häufigste Beratungsgründe waren Beziehungsprobleme (38 Prozent), Trennung oder Scheidung der Eltern (28 Prozent), Schul- oder Ausbildungsprobleme (26 Prozent) sowie Entwicklungsauffälligkeiten (24 Prozent). Es konnten bis zu zwei Gründe angegeben werden.

Nur knapp die Hälfte der Beratenen lebte im Haushalt der Eltern. Ein Drittel wohnte bei einem allein erziehenden Elternteil und rund 13 Prozent bei einem Elternteil mit Partner.

Weitere Auskünfte erteilen: Petra Gerisch
Telefon: 0611 802-221
Frau Langfritz
Telefon: 0611/3802-227'
E-Mail: jugendhilfe@statistik-hessen.de


Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt - Pressenews