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Schnurers Beiträge

21.02.17 "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners" oder "Fake News" Dr. Jos Schnurer

Diese scheinbar paradoxe und unglaubliche Aussage ist wahr! Denn die Wirklichkeit, die uns Menschen umgibt, ist von Menschen gemacht. Sie ist natürlich oder entsteht künstlich. Sie ist also eine Erfindung, die sprachlich, gestisch, mimisch, traditionell oder modern ausgedrückt wird. Um das Rätsel und die Verunsicherung auflösen zu können, braucht es die Kritikfähigkeit – und die Unterscheidung von… weiter

31.12.16 Verzeihen ist die beste Rache Dr. Jos Schnurer

In diesem Sprichwort summieren sich Ja und Nein der Tugend, verzeihen zu können. Wer verzeiht, zeigt Großherzigkeit, Nachsicht, Verständnis und Menschlichkeit; gleichzeitig wird mit dem Akt des Verzeihens Macht ausgeübt. Diese beiden Eigenschaften stellen gewissermaßen die intellektuelle, emotionale und moralische Herausforderung dar, dass Verzeihen nicht zu einer unverbindlichen, einfach so dahingesprochenen… weiter

29.12.16 Glauben und Glaubenskritik sind Zwillinge Dr. Jos Schnurer

In der Wochenzeitung DIE ZEIT wurde vor mehr als sechs Jahren ein neues Ressort eingerichtet: Glauben & Zweifeln. Ziel der Seite ist es, „Vorstellungen von Religion, Ethik und Werten in säkularisierten Gesellschaften (zu) behandeln“. Mit dem Aufruf „Fang an zu denken!“ macht die Ressortleiterin und Zeit-Journalistin Evelyn Finger Mut, über Weltanschauungen kritisch nachzudenken. Mittlerweile hat sich… weiter

21.12.16 Ich denke, also bin ich - Eine neue Kultur der Nachdenklichkeit? Dr. Jos Schnurer

„Der Mensch denkt – und ... lenkt?“. Zu allen Zeiten haben Menschen darüber nachgedacht, „Wer bin ich?“, philosophisch und alltagsweltlich; als intellektuelle Herausforderung, wie als Erwartung, es möge jemand oder etwas geben, ob ein Rezept oder eine Anweisung, in dem ihnen gesagt, empfohlen oder befohlen wird, wer sie seien und was sie zu tun hätten. Schaut man in die Geschichte des menschlichen… weiter

28.11.16 Was ist Glück? Dr. Jos Schnurer

Über die Frage, was Glück ist, wie es sich darstellt und anfühlt, ja sogar, wie es sich „auszahlt“, denken Menschen seit sie denken können nach. Der griechische Philosoph Aristoteles misst eudaimonia, dem Glück und der Glückseligkeit, einen hohen Stellenwert bei dem menschlichen Bemühen zu, ein gutes, gelingendes Leben zu führen. Damit schließt er aus, dass Glück als Zufallsprodukt eines wie auch immer… weiter

31.10.16 Anonym oder personal? Dr. Jos Schnurer

Die Vielfalt der unterschiedlichen Begriffs-, Wort- und Benennungsbedeutungen bringen Unruhe und Unsicherheit ins Nachdenken. In der Persönlichkeitspsychologie und –philosophie kommt der PERSON als real existierendes, humanes Lebewesen eine besondere Aufmerksamkeit zu. Personalität als normativer Begriff wird im neuzeitlichen, philosophischen Denken verbunden mit den ebenfalls normativen Begriffen… weiter

08.10.16 „Du hörst mir ja gar nicht zu!“ Dr. Jos Schnurer

Diesen Vorwurf haben bestimmt fast alle Menschen in verschiedenen Lebenslagen und –situationen schon gehört, ob als Kind von den Eltern, als Schülerin oder Schüler in der Schule, bei Gesprächen am Kamin, beim Spaziergang oder am Biertisch. Zuhören können ist eine Eigenschaft, die für ein menschliches Miteinander unverzichtbar ist. Die Fähigkeit, auf sich und andere Menschen zu hören, hat mit Empathie… weiter

18.09.16 Einfalt ist simpel – und bequem Dr. Jos Schnurer

Immer schon haben Menschen darüber philosophiert, ob das Wahre wahr und das Falsche falsch sei, also darüber nachgedacht, was Wahrheit ist, wie sie sich zeigt und wie sie wirkt [1], im Gegensatz zur Lüge etwa, die als das Falsche entlarvt wird. In der aristotelischen, anthropologischen Philosophie etwa wird „alêtheia“, die Wahrheit so ausgedrückt: „Zu sagen nämlich, das Seiende sei nicht oder das Nicht-Seidende… weiter

04.09.16 „Der Terror wirkt durch das schwarze Gift der Angst“ Dr. Jos Schnurer

Das Kalkül von Terroristen und Menschenfeinden lautet: Menschen sollen überall Argwohn haben, Angst vor Anschlägen, Gewalt, Selbstmord- und Amok-Attentaten. Aus diesen Szenarien entwickeln sich unkalkulierbare, kaum mehr steuer- und beeinflussbare, fundamentalistische, demokratiefeindliche und  populistische Einstellungen, die in einer Gesellschaft Recht und Ordnung hinwegfegt. Die Zielsetzung von… weiter

10.08.16 (Ver)träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum! Dr. Jos Schnurer

„Träume sind Schäume“ – Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gehen. Wirklich arm ist nur, wer nie träumt!“ (Marie von Ebner-Eschenbach) – „I have a dream“ (Martin Luther King) – „Träumen heißt, über den Horizont hinaus zu schauen“ (afrikanisches Sprichwort). Menschen haben philosophisch, anthropologisch, psychologisch und psychoanalytisch immer schon darüber nachgedacht, was im… weiter

25.06.16 Gehört der Islam zu Deutschland? Dr. Jos Schnurer

Die Frage ist schon falsch gestellt! Es macht keinen Sinn[1], eine Gesellschaft so ordnen zu wollen, dass sie in einen „Gottesstaat“ oder in einen „Nicht-Gottes-Staat“ organisiert werden solle. Es ist zuvorderst die „Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte, die (die) Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des… weiter

12.06.16 Globalisierung war immer! Dr. Jos Schnurer

Diese Behauptung bedarf natürlich der Erklärung. Wenn es um die Frage geht, was sich in der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen?) Welt alles verändert, kommt das Bild vom „globalen Dorf“ in den Blick, mit dem suggeriert wird, dass die Zustände und Bedingungen, wie sie (scheinbar!) in einer kleinen Ortsgemeinschaft vorherrschen – Jeder kennt jeden! Jeder hilft jeden! Jeder… weiter

24.05.16 „Das Sicherste ist der Zweifel“ Dr. Jos Schnurer

Im Lustspiel „Mann ist Mann“ von Bertolt Brecht geht es um Gesinnungswandel, Manipulation und Identitätsverschiebung. Der Packer Galy Gay aus Kilkoa macht sich von seinem bescheidenen Zuhause aus auf den Weg, um einen Fisch zu kaufen. Seine Frau rät zu einer kleinen Flunder und mahnt, ihr Einfältiger möge sich nicht verlaufen, verirren oder sich verführen lassen. Doch es kommt, wie es kommen muss und… weiter

25.04.16 „Noch nie war der Körper des Autors so präsent wie im Literaturbetrieb der Gegenwart“, Dr. Jos Schnurer

diese Einschätzung aus einem Bericht über das Schreiben, Lesen, Schauen, Hören und Präsentieren von Literatur bei der Leipziger Buchmesse 2016 will zum Ausdruck bringen, dass das Ich triumphiert, es sogar eine neue Literaturgattung, jedenfalls ein neues Genre zu entdecken gilt: Das Memoir [1]. Nun, autobiographisches Schreiben hat es ja immer schon gegeben; entweder um sich seiner eigenen Herkunft… weiter

03.04.16 Deutschland ist das Land mit der größten Vermögensungleichheit in Europa Dr. Jos Schnurer

Diese Analyse stammt nicht von einem ausgewiesenen marxistischen Gesellschaftskritiker, der das gesamte, kapitalistische und neoliberale Wirtschaftssystem abschaffen will, sondern von einem, dem kapitalistische und neoliberale Wirtschaftsformen weder fremd noch egal sind  Der Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin,. Das… weiter

30.03.16 „Nichtstun ist eine Aufgabe fürs ganze Leben“ Dr. Jos Schnurer

Diese (abwegige?) Einstellung wird erst einmal Verwunderung, Kopfschütteln und Vogelzeigen bewirken! Wie soll das gehen, nichts tun? Geht es denn nicht im Leben darum, eine möglichst sinnvolle, befriedigende Arbeit zu haben, die, im Idealfall, mich in die Lage versetzt, ein möglichst gutes Leben zu führen? Im philosophischen, anthropologischen, aristotelischen Denken ist energeia, die Tätigkeit, im… weiter

30.03.16 Mut und Übermut Dr. Jos Schnurer

„Ziehe mutig in den Kampf“ (Liedanfang) –  „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“ (Demokrit) - „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant) Bereits an diesen Zitaten wird die Spannweite erkennbar, die sich mit den Begriffen „Mut“ und „Übermut“ verbindet. Mit der etymologischen Ausdifferenzierung wird eine mutige Haltung oder Handlung sowohl als Herausforderung verstanden,… weiter

23.02.16 Leiten und Leiden Dr. Jos Schnurer

Warum dieser Gegensatz? Mit dem Essay soll zum einen darauf hingewiesen werden, dass jemand, der leitet, nicht unbedingt auch leiden muss; zum anderen – und das klingt paradox – dass jemand, der leitet und nicht leidet, kein richtiger Leiter ist, sondern vielleicht ein Hierarch, ein Tyrann, ein Herrscher, ein Bestimmer, ein Despot, ein Oligarch, ein Patriarch, ein Sophist, ein Diktator, ein ... Egoist… weiter

21.02.16 Strafe – Vergeltung oder Vergebung? Dr. Jos Schnurer

Im Wörterbuch wird der Begriff Strafe als zur Abgeltung eines begangenen Unrechts einem Täter auferlegte Buße erklärt. In der aristotelischen Philosophie wird hamartia, eine Verfehlung und schlechte Handlung, im Gegensatz zu adikêmata, als ungerechte Tat, weniger als moralisch schlechte Handlung, sondern eher als Irrtum verstanden, der sich durch die Handlungsumstände ergibt: Während sich der Tugendhafte… weiter

17.02.16 Theismus oder Atheismus? Dr. Jos Schnurer

Ich glaube an einen Gott! – Ich glaube an keinen Gott!, die beiden konträren Bekenntnissen unterscheiden sich nur durch einen Buchstaben – und sie sind doch so grundlegend verschieden in ihren semantischen wie existentiellen Aussagen! „Theismus“ wird im Fremdwörterbuch erklärt als der „Glaube an einen persönlichen, von außen auf die Welt einwirkenden Schöpfergott“, während „Atheismus“ als „Gottesleugnung,… weiter

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Aktuelle Rezension

Mathias Siedhoff: Zur Bedeutung von Außenwanderungen für die demographische Entwicklung Deutschlands. Modellrechnungen bis zum Jahr 2040. Qucosa Sächsische Landesbibliothek (Dresden) 2017. 330 Seiten.

Online-Publikation bei Qucosa; download unter www.qucosa.de.
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